Neutrale weiße Papiertüte ohne Aufdruck, Lesebrille und zugeklappter Laptop auf einem hellen Tisch

Gefälschte GLP-1-Spritzen: wie du dich schützt

Kurz gesagt

Europäische und deutsche Behörden warnen seit einiger Zeit vor gefälschten GLP-1-Pens. Sie können falsche Wirkstoffe, falsche Mengen oder Verunreinigungen enthalten.

Der beste Schutz: verschreibungspflichtige Medikamente nur mit Rezept aus einer zugelassenen Apotheke beziehen, niemals aus sozialen Medien, Kleinanzeigen oder von Websites ohne Rezeptpflicht.

Seriöse Bezugswege

In Deutschland bekommst du verschreibungspflichtige Medikamente in Vor-Ort-Apotheken oder bei registrierten Versandapotheken. Registrierte Versandapotheken in der EU tragen ein einheitliches Sicherheitslogo. Ein Klick darauf führt zum offiziellen Versandhandelsregister.

Ein Angebot ohne Rezept ist bei verschreibungspflichtigen Medikamenten immer ein Warnsignal, genauso wie auffällig niedrige Preise oder Verkäufer, die nur über Messenger erreichbar sind.

Warnzeichen an Packung und Pen

  • Fehlender oder beschädigter Erstöffnungsschutz an der Packung
  • Rechtschreibfehler, unscharfer Druck, ungewöhnliche Sprache auf Packung oder Beipackzettel
  • Fehlende Chargennummer oder fehlendes Verfallsdatum
  • Ein Pen, der anders aussieht als gewohnt, oder eine Lösung, die trüb oder verfärbt ist
  • Lieferung ohne Kühlung oder ohne Packungsbeilage

Was du bei Verdacht tust

Verwende den Pen nicht. Bring ihn mit Verpackung in eine Apotheke und lass ihn prüfen. Verdachtsfälle können an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet werden.

Hast du ein verdächtiges Produkt bereits angewendet und fühlst dich unwohl, etwa mit Zittern, Schwitzen, Verwirrtheit oder starken Bauchschmerzen, such sofort ärztliche Hilfe und nimm die Packung mit.

Hinweis

Dieser Journal-Beitrag bietet allgemeine Informationen. Er ist keine Diagnose, keine Verordnung und kein Versprechen eines Ergebnisses. Ob eine Behandlung für dich infrage kommt, entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt nach Prüfung deines Fragebogens. Bei akuten oder starken Beschwerden wende dich an deine Hausarztpraxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder im Notfall an die 112.

Quellen und Prüfung

Grundlage sind die Warnhinweise der Europäischen Arzneimittel-Agentur und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zu gefälschten GLP-1-Arzneimitteln sowie das EU-Sicherheitslogo für Versandapotheken. Medizinische Prüfung ausstehend.

  • Europäische Arzneimittel-Agentur: Warnung vor gefälschten GLP-1-Arzneimitteln
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Arzneimittelfälschungen
  • Versandhandelsregister für Apotheken mit EU-Sicherheitslogo