Erkältung und Grippe unter Behandlung: Ruhe, Flüssigkeit und wann du anrufen solltest
Eine Erkältung oder Grippe kann Appetit, Trinken und Energie während einer ärztlich verordneten Gewichtsbehandlung durcheinanderbringen. Hier findest du ruhige Hinweise zu Ruhe, Flüssigkeit und wann du deine Ärztin oder deinen Arzt kontaktieren solltest.
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Kurz gesagt
Eine Erkältung oder Grippe kann dich müde machen, den Appetit dämpfen und das Trinken erschweren. Bei einer ärztlich verordneten Gewichtsbehandlung mit wöchentlicher Injektion oder täglicher Tablette helfen Ruhe, regelmäßiges Trinken und leichte Mahlzeiten, bis es dir wieder besser geht.
Ändere, setze aus oder verdopple deine Behandlung nicht selbst, wenn du krank bist. Frag deine Ärztin, deinen Arzt oder die Apotheke, wenn Erbrechen oder wenig Flüssigkeit deine übliche Einnahmezeit erschwert. Eine Ärztin oder ein Arzt prüft deine Angaben und entscheidet über die Verordnung. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei schweren Nebenwirkungen wende dich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder im Notfall an die 112.
Warum Erkältung oder Grippe unter Behandlung schwerer wirken können
Erkältungen sind meist milde Infekte der oberen Atemwege. Typische Zeichen sind Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen, manchmal auch erhöhte Temperatur. Die Grippe (Influenza) kann plötzlicher mit Fieber, starkem Krankheitsgefühl, Muskel- oder Kopfschmerzen und trockenem Husten beginnen, kann aber auch weniger typisch verlaufen (RKI; gesund.bund.de; NHS).
In den EU-Produktinformationen zu diesen Arzneimitteln stehen verminderter Appetit und Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit unter den häufigen Wirkungen (EMA-Produktinformation). Zusammen mit einer Erkältung oder Grippe kann das bedeuten, dass du weniger isst und trinkst als sonst. Geplante Flüssigkeit und kleine, leichte Mahlzeiten helfen dir, während der Genesung versorgt zu bleiben.
Ruhe, Flüssigkeit und dich wohler fühlen
Öffentliche Gesundheitsberatung zu Erkältungen und anderen Atemwegsinfektionen empfiehlt Ruhe, ausreichend zu trinken und Beschwerden bei Bedarf zu lindern. Die meisten Erkältungen brauchen keine Antibiotika, weil sie in der Regel durch Viren ausgelöst werden (gesund.bund.de; NHS).
Trinke regelmäßig Wasser, ungesüßten Tee oder klare Brühe, auch wenn du keinen Durst hast. Warme Getränke können den Hals beruhigen. Bei Fieber ist Flüssigkeit besonders wichtig. Lege Taschentücher und ein Glas Wasser in Reichweite, damit du nicht oft aufstehen musst.
Leichte Mahlzeiten, wenn der Appetit weiter nachlässt
Wenn du dich krank fühlst, sind kleine, einfache Mahlzeiten oft leichter als große: Suppe, weiches Brot, Joghurt, Rührei oder weiches Obst. Iss langsam und hör auf, wenn du satt bist. Wenn durch die Behandlung schon Übelkeit da ist, können kühle oder lauwarme Speisen angenehmer sein als sehr heiße oder fette Gerichte.
Du musst keinen vollen Teller erzwingen. Über den Tag verteilt sind ein paar kleine Portionen plus regelmäßiges Trinken ein ruhigeres Ziel. Wenn du Essen oder Flüssigkeit nicht bei dir behalten kannst, nimm Kontakt zu deiner Hausarztpraxis auf.
Deine Behandlung, während du krank bist
Jede wöchentliche Injektion und jede tägliche Tablette hat eigene Hinweise zur Einnahmezeit und dazu, was bei einer vergessenen Dosis gilt. Du findest sie im Beipackzettel (EMA-Produktinformation).
Wenn Erbrechen, Durchfall oder sehr wenig Flüssigkeit deine übliche Tageszeit erschwert, frag zuerst deine verordnende Ärztin, deinen Arzt oder die Apotheke, bevor du etwas änderst. Verschiebe, setze aus oder verdopple eine Dosis nicht ohne Rücksprache. Eine Ärztin oder ein Arzt prüft deine Angaben und entscheidet über die Verordnung. Deine Hausarztpraxis bleibt ein wichtiger Teil deiner Versorgung. Ob und wie ein Wechsel oder eine Dosierung erfolgt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall.
Wann du nicht warten solltest
Kontaktiere zeitnah eine Ärztin oder einen Arzt, wenn sich die Beschwerden verschlechtern, nach wenigen Tagen nicht besser werden oder nach einer Besserung wieder zunehmen. Suche eher Hilfe bei hohem Fieber, Brustschmerzen, Atemnot, schneller Atmung oder Zeichen, die auf eine Lungenentzündung hindeuten können (infektionsschutz.de; gesund.bund.de; RKI). Menschen mit chronischen Erkrankungen oder starkem Krankheitsgefühl sollten nicht warten (RKI).
Nimm auch Kontakt zu deiner Hausarztpraxis auf bei anhaltendem Erbrechen, wenn du keine Flüssigkeit bei dir behalten kannst, bei Zeichen von Flüssigkeitsmangel, Ohnmacht oder starken Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen können. Die EMA-Produktinformation nennt solche Symptome als Gründe, ärztlichen Rat einzuholen. Bei plötzlichen oder unklaren schweren Symptomen hole dir umgehend Hilfe. Bei schweren Nebenwirkungen wende dich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder im Notfall an die 112.
Verdachtsfälle auf Nebenwirkungen kannst du den Behörden melden; in Deutschland über das Meldeportal von BfArM und PEI.
So gehst du vor
Praktische Schritte, wenn Erkältung oder Grippe und Behandlung zusammentreffen.
- Tu: ruhen und weiche Taschentücher sowie Wasser in Reichweite legen
- Tu: regelmäßig Wasser, ungesüßten Tee oder klare Brühe trinken
- Tu: kleine, einfache Mahlzeiten wählen und aufhören, wenn du satt bist
- Tu: Ärztin, Arzt oder Apotheke fragen, bevor du die Einnahmezeit änderst, wenn du erbrichst oder sehr wenig trinkst
- Nicht: eine Dosis ohne ärztlichen Rat verschieben, aussetzen oder verdoppeln
- Nicht: erwarten, dass Antibiotika eine typische virale Erkältung beheben
- Bei hohem Fieber, Atemnot, Brustschmerzen, anhaltendem Erbrechen oder wenn du keine Flüssigkeit bei dir behalten kannst: sofort Hilfe holen
Häufige Fragen
Hinweis
Dieser Journal-Artikel bietet allgemeine Informationen zu Erkältung und Grippe während einer ärztlich verordneten Gewichtsbehandlung. Er ist keine Diagnose, keine Verordnung und kein Versprechen eines Ergebnisses. Deine verordnende Ärztin oder dein Arzt entscheidet nach klinischer Prüfung über Eignung, Dosisänderungen und persönliche Grenzen. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen und medizinische Prüfung
Basiert auf EMA-Produktinformationen, RKI- und öffentlicher Gesundheitsberatung zu Atemwegsinfektionen, NHS-Informationen, der deutschen Adipositas-Leitlinie und dem Meldeportal für Nebenwirkungen. Nur zur Information, keine individuelle medizinische Beratung. Ärztliche Prüfung ausstehend.
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) — Arzneimittelsuche: Produktinformation (EPAR)
- Robert Koch-Institut (RKI) — FAQ zur Influenza (Grippe)
- Robert Koch-Institut (RKI) — FAQ zu akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE)
- infektionsschutz.de — Atemwegsinfektionen (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit)
- gesund.bund.de — Erkältung: Symptome und Behandlung
- NHS — Common cold
- NHS — Flu
- AWMF — S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas (050-001)
- BfArM/PEI — Nebenwirkungen melden (nebenwirkungen.bund.de)