Mounjaro® gilt als vielversprechendes Medikament zur Unterstützung der Gewichtsabnahme. Es zügelt den Appetit, sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl und hilft Dir, weniger zu essen – doch was ist mit den Nebenwirkungen?
Viele Anwender*innen berichten über Beschwerden wie Übelkeit, Verdauungsprobleme oder ein ungewohntes Frieren. Doch keine Sorge: In den meisten Fällen sind diese Nebenwirkungen vorübergehend und lassen sich mit den richtigen Maßnahmen gut in den Griff bekommen.
In diesem Artikel erfährst Du, welche Nebenwirkungen auftreten können, warum sie entstehen und was Du tun kannst, um sie zu lindern. So kannst Du Mounjaro bestmöglich nutzen, ohne Dich unnötig von Nebenwirkungen ausbremsen zu lassen.
Welche Nebenwirkungen hat Mounjaro?
Die Nebenwirkungen von Mounjaro können von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Während einige Anwender*innen kaum Beschwerden haben, erleben andere stärkere Reaktionen. Grundsätzlich lassen sich die Nebenwirkungen in verschiedene Häufigkeitskategorien einteilen:
Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Personen)
Diese Nebenwirkungen treten besonders oft in den ersten Wochen der Behandlung auf. Meist lassen sie nach, sobald sich der Körper an das Medikament gewöhnt hat:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Verstopfung
- Aufstoßen
- Bauchschmerzen
- Appetitverlust
Gelegentliche Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 10 Personen)
Diese Beschwerden treten seltener auf, sind aber dennoch nicht ungewöhnlich:
- Muskelschmerzen
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schwindel
- Blutdruckveränderungen (sowohl Erhöhung als auch Senkung)
- Vermehrtes Frieren
- Sodbrennen
Seltene Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 1.000 Personen)
Diese Nebenwirkungen treten nur in Ausnahmefällen auf:
- Hautausschlag oder Juckreiz
- Veränderungen des Geschmacksinns
- Starke Blähungen
- Sehstörungen
- Erhöhte Leberwerte
Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10.000 Personen)
Diese Nebenwirkungen sind extrem selten, aber nicht ausgeschlossen:
- Schwere allergische Reaktionen (z. B. Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Rachen)
- Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) – ein starkes Warnsignal sind plötzliche, anhaltende Oberbauchschmerzen.
- Nierenfunktionsstörungen
Keine Nebenwirkungen – Keine Wirkung?
Einige Anwender*innen machen sich Sorgen, wenn sie überhaupt keine Nebenwirkungen bemerken. Bedeutet das, dass das Medikament nicht wirkt? Die Antwort ist klar: Nein!
Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Manche Menschen haben eine höhere Toleranz gegenüber bestimmten Wirkstoffen, während andere empfindlicher sind. Mounjaro entfaltet seine Wirkung unabhängig davon, ob Du Nebenwirkungen hast oder nicht.
Falls Du keine Nebenwirkungen spürst, bedeutet das einfach, dass Dein Körper das Medikament gut verträgt. Das ist ein gutes Zeichen! Die positiven Effekte – wie weniger Hunger, ein verringertes Verlangen nach ungesunden Lebensmitteln und eine langsamere Magenentleerung – können trotzdem stattfinden, selbst wenn Du keine Nebenwirkungen bemerkst.
Wichtig ist, dass Du Dich auf Dein Wohlbefinden konzentrierst und nicht allein nach Nebenwirkungen beurteilst, ob Mounjaro wirkt.
Wie lange dauern die Nebenwirkungen von Mounjaro an?
Viele Patienten erleben Nebenwirkungen nur in den ersten vier bis sechs Wochen der Therapie. In dieser Zeit passt sich der Körper an die veränderte Hormonregulation an. Insbesondere Übelkeit, Durchfall und Verstopfung sind häufige Beschwerden, die sich jedoch mit der Zeit bessern. Falls Nebenwirkungen länger als sechs Wochen anhalten oder sehr ausgeprägt sind, ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert.
Die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend. Dennoch gibt es einige Mounjaro Nebenwirkungen, die häufiger auftreten oder für Betroffene besonders unangenehm sein können. Deshalb widmen wir diesen Beschwerden ein eigene Kapitel. Lies weiter, um mehr über die häufigsten Mounjaro Nebenwirkungen zu erfahren! Du erfährst nicht nur, warum sie entstehen, sondern auch, welche Maßnahmen wirklich helfen können.
Häufigste Mounjaro Nebenwirkungen
Diese Nebenwirkungen können den Alltag einschränken, lassen sich jedoch meist mit einfachen Anpassungen der Ernährung und Lebensweise in den Griff bekommen
Nebenwirkung Mounjaro®: Übelkeit
Übelkeit gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen von Mounjaro. Sie tritt besonders nach der Injektion und in den ersten Behandlungswochen auf. Der Grund dafür ist die verlangsamte Magenentleerung, wodurch Nahrung länger im Magen bleibt. Das kann das Sättigungsgefühl verstärken, aber eben auch zu Übelkeit führen.
Tipps zur Linderung:
- Mahlzeiten kleiner halten: Statt großer Mahlzeiten mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt essen.
- Langsam essen: Gut kauen und sich Zeit nehmen, um den Magen nicht zusätzlich zu belasten.
- Fettarme Speisen bevorzugen: Fettreiche Lebensmittel können die Übelkeit verstärken.
- Tee mit Ingwer oder Pfefferminze trinken: Diese haben beruhigende Eigenschaften auf den Magen.
- Frische Luft und Bewegung: Ein leichter Spaziergang nach dem Essen kann helfen, die Übelkeit zu reduzieren.
- Falls notwendig, Medikamente gegen Übelkeit nutzen: Diese sollten aber nur nach Rücksprache mit einem Arzt, einer Ärztin eingenommen werden.
Mounjaro und Aufstoßen: Warum kommt es dazu?
Einige Anwender*innen berichten über vermehrtes Aufstoßen nach der Injektion von Mounjaro. Dies hängt wahrscheinlich mit der verzögerten Magenentleerung zusammen, die das Medikament bewirkt. Da Nahrung länger im Magen verbleibt, kann es zu vermehrter Gasbildung und Druckgefühl kommen, was das Aufstoßen verstärkt.
Was hilft gegen häufiges Aufstoßen?
- Langsames Essen und gründliches Kauen: Dadurch gelangt weniger Luft in den Magen.
- Vermeidung von kohlensäurehaltigen Getränken: Diese fördern die Gasbildung.
- Keine zu großen Mahlzeiten auf einmal: Besser mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen.
- Leichte Bewegung nach dem Essen: Ein kleiner Spaziergang kann die Verdauung anregen.
- Kamillen- oder Fencheltee trinken: Diese helfen, die Magenmuskulatur zu entspannen.
Nebenwirkung Mounjaro®: Durchfall & Verstopfung
Da Mounjaro die Magen-Darm-Motilität beeinflusst, treten sowohl Durchfall als auch Verstopfung häufig auf. Während einige Patient*innen über häufigeren Stuhlgang klagen, leiden andere unter träger Verdauung.
Was tun bei Durchfall?
- Ausreichend Flüssigkeit zuführen: Wasser, Elektrolytlösungen oder Kräutertees helfen, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
- Leicht verdauliche Lebensmittel bevorzugen: Reis, Bananen, Zwieback und gedünstetes Gemüse sind besonders gut verträglich.
- Blähende oder fettige Speisen meiden: Diese können den Durchfall verstärken.
- Probiotika einnehmen: Diese fördern eine gesunde Darmflora.
Was tun bei Verstopfung?
- Ballaststoffreiche Ernährung: Vollkornprodukte, Obst und Gemüse fördern die Verdauung.
- Viel trinken: Wasser unterstützt die Verdauung und kann Verstopfung vorbeugen.
- Regelmäßige Bewegung: Spaziergänge oder leichte sportliche Aktivitäten regen die Darmtätigkeit an.
- Flohsamenschalen oder Leinsamen in die Ernährung integrieren**: Diese helfen, den Stuhl weicher zu machen.
Nebenwirkung Mounjaro®: Blutdruckveränderungen
Einige Anwender*innen berichten über veränderte Blutdruckwerte unter Mounjaro. Dies kann durch den Gewichtsverlust, die veränderte Insulinsensitivität oder eine Anpassung des Herz-Kreislauf-Systems bedingt sein.
Maßnahmen zur Blutdruckkontrolle:
- Regelmäßige Messung: So lassen sich Schwankungen frühzeitig erkennen.
- Genügend Flüssigkeit aufnehmen: Dehydration kann den Blutdruck beeinflussen.
- Hausarzt/ Ärztin konsultiere: Falls starke Schwankungen auftreten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Nebenwirkung Mounjaro®: Muskelschmerzen & Kopfschmerzen
Muskelschmerzen können durch Elektrolytverschiebungen oder eine veränderte Stoffwechsellage auftreten. Kopfschmerzen hingegen resultieren häufig aus Flüssigkeitsmangel oder Blutzuckerschwankungen.
Tipps zur Schmerzlinderung:
- Magnesiumreiche Lebensmittel wie Nüsse und Vollkornprodukte essen.
- Viel Wasser trinken, um Kopfschmerzen zu vermeiden.
- Bei anhaltenden Schmerzen ärztlichen Rat einholen.
Frieren als Nebenwirkung bei Mounjaro
Einige Patient*innen berichten über ein verstärktes Kälteempfinden unter Mounjaro. Dies könnte mit der reduzierten Kalorienaufnahme und den hormonellen Veränderungen zusammenhängen.
Gegenmaßnahmen:
- Warme Kleidung tragen.
- Warme Getränke bevorzugen.
- Genug Kalorien und Eiweiß aufnehmen, um den Stoffwechsel zu unterstützen.
Hautreaktionen an der Injektionsstelle als mögliche Nebenwirkungen
Gelegentlich kommt es zu Rötungen, Juckreiz oder kleinen Schwellungen an der Einstichstelle.
Tipps für eine bessere Verträglichkeit:
- Injektionsstellen regelmäßig wechseln.
- Kühlen nach der Injektion kann helfen.
- Bei starken Reaktionen ärztlichen Rat einholen.
Nebenwirkung Mounjaro: Wann sollte ein Arzt/ Ärztin aufgesucht werden?
Falls Nebenwirkungen besonders stark oder langanhaltend sind, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich. Insbesondere:
- Starke oder anhaltende Übelkeit und Erbrechen.
- Schwere Blutdruckschwankungen.
- Allergische Reaktionen
Fazit zu den Nebenwirkungen von Mounjaro
Mounjaro ist ein vielversprechendes Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und zur Unterstützung der Gewichtsabnahme. Wie bei allen Medikamenten gibt es Nebenwirkungen, die meist in den ersten Wochen auftreten. Mit der richtigen Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und kleinen Anpassungen im Alltag lassen sich viele Nebenwirkungen reduzieren. So kannst Du Mounjaro bestmöglich nutzen, ohne Dich unnötig von Nebenwirkungen ausbremsen zu lassen. Falls Nebenwirkungen anhalten oder besonders stark sind, sollte ein Arzt, eine Ärztin konsultiert werden.
Wenn Du mit Deiner Behandlung Erfolge erzielt hast und nun wissen möchtest, wie Du sie sicher beenden kannst, erfährst Du mehr hier: Abnehmspritzen absetzen
Quellen:
- Medicalnews: Häufige Nebenwirkungen bei Mounjaro
- Ema: Produktinformation
- Lilly: Mounjaro Nebenwirkungen