Nevolat® ist ein Liraglutid-Präparat und wird als Generikum zum Original Saxenda® eingeordnet. Für Dich hat das einen großen praktischen Vorteil: Wenn Du nach „Nevolat Dosierung“ suchst, suchst Du im Kern nach dem bewährten Liraglutid-Dosierschema und das ist grundsätzlich identisch aufgebaut wie bei Saxenda: langsam aufdosieren, dann die Erhaltungsdosis halten. Damit Du Dich nicht durch Fachbegriffe kämpfen musst, bekommst Du hier eine klare Anleitung: Wie dosierst Du Nevolat? Wie setzt Du den Pen richtig? Was machst Du, wenn Du eine Dosis vergisst oder Nebenwirkungen bekommst? Und wann ist ein realistischer Zeitpunkt, die Wirkung zu überprüfen?
Nevolat Dosierung in 30 Sekunden (Kurzüberblick)
- Start: 0,6 mg 1× täglich
- Steigerung: in 0,6-mg-Schritten meist wöchentlich
- Ziel/ Erhaltungsdosis: 3,0 mg 1× täglich (ab ca. Woche 5)
Wirkcheck: Nach 12 Wochen auf 3,0 mg sollte (bei Erwachsenen) mindestens 5 % Gewichtsverlust erreicht sein - sonst Therapie neu bewerten/absetzen.
Vergessene Dosis: Wenn < 12 Stunden vergangen sind → nachholen. Wenn ≥ 12 Stunden → auslassen, normal weitermachen. Keine Doppel-Dosis.
Warum die Nevolat Dosierung wie bei Saxenda ist
Der entscheidende Punkt ist der Wirkstoff: Nevolat enthält Liraglutid - genauso wie Saxenda. Bei Liraglutid ist die gastrointestinale Verträglichkeit (z. B. Übelkeit, Völlegefühl) der häufigste Grund, warum man nicht sofort mit der vollen Tagesdosis startet. Deshalb ist das Dosierkonzept seit Jahren gleich: niedrig anfangen, dann schrittweise erhöhen, bis Du bei 3,0 mg pro Tag (oder der maximal verträglichen Dosis) angekommen bist.
Nevolat Aufdosierung: Dosierungsplan Woche für Woche
Die Nevolat Dosierung wird üblicherweise in den ersten vier Wochen aufdosiert und ab Woche 5 als Erhaltungsdosis weitergeführt.

Muss es immer exakt jede Woche hochgehen?
Nicht zwingend. Das Schema ist die Standard-Orientierung. Wenn Du bei einem Schritt deutlich Nebenwirkungen hast, kann es sinnvoll sein, eine Dosisstufe länger zu halten, statt direkt weiter zu erhöhen, aber bitte immer abgestimmt mit Ärzt*in bzw. nach Packungsbeilage.
Nevolat Tagesdosis: Was ist „normal“?
Bei Erwachsenen ist die empfohlene Erhaltungsdosis in der Regel 3,0 mg pro Tag. Höhere Tagesdosen werden nicht empfohlen.
Wichtig: Manche Menschen vertragen 3,0 mg nicht gut. Dann ist die „richtige“ Dosierung nicht die maximal mögliche, sondern die maximal verträgliche, mit der Du den Alltag stabil hinbekommst und die Therapieziele realistisch bleiben.
Wirkung checken: Wann weißt Du, ob die Nevolat Dosierung „passt“?
Viele spüren eine Veränderung des Appetits schon früh. Trotzdem ist der wichtigste Prüfpunkt der, den Fachinfos auch nennen:
Nach 12 Wochen Behandlung mit 3,0 mg/Tag (oder maximal verträglicher Dosis) sollte bei Erwachsenen ein Gewichtsverlust von mindestens 5 % erreicht sein. Wenn nicht, soll die Behandlung abgesetzt bzw. neu bewertet werden.
Das ist kein „Druck“, sondern eine sinnvolle Kosten-Nutzen-Leitplanke: Du willst nicht monatelang weitermachen, wenn Dein Körper kaum anspricht.
Nevolat Dosierung planen: Wie viele Pens brauchst Du?
- Jeder Pen kann die Dosen 0,6 / 1,2 / 1,8 / 2,4 / 3,0 mg abgeben.
- Nevolat enthält 6 mg Liraglutid pro ml und ein Fertigpen hat 3 ml → 18 mg pro Pen.
- Je höher Deine Tagesdosis, desto schneller ist ein Pen „leer“. Spätestens ab Erhaltungsdosis ist die Versorgung/ Planung (Rezepte, Apotheke, Versand als Kühlware) ein Punkt, den Du im Blick behalten solltest.
Novolat Dosierung 0,6 mg täglich
- 18 mg ÷ 0,6 mg = 30 Tage → 1 Pen reicht für 30 Tage.
- 28–30 Tage: 1 Pen
- 31 Tage: 2 Pens (weil 31×0,6 = 18,6 mg > 18 mg)
Bei der Höchstdosis 3,0 mg täglich
- 18 mg ÷ 3,0 mg = 6 Tage → 1 Pen reicht für 6 Tage.
- 28 Tage: 5 Pens
- 30 Tage: 5 Pens
- 31 Tage: 6 Pens
Nevolat Pen anwenden: Schritt-für-Schritt
Nevolat wird 1× täglich subkutan gespritzt, also ins Unterhautfettgewebe (nicht in Muskel oder Vene). Typische Stellen: Bauch, Oberschenkel, Oberarm.
Vorbereitung
- Hände waschen
- Pen prüfen: richtige Packung, Lösung klar/farblos
- Neue Nadel verwenden: Für jede Injektion eine neue sterile Nadel (Nadeln sind oft nicht im Lieferumfang).
Dosis einstellen
- Pen auf 0, dann den Dosiswähler auf Deine verordnete Nevolat Dosierung drehen (z. B. 0,6 / 1,2 / 1,8 / 2,4 / 3,0 mg).
Spritzen (Technik)
- Injektionsstelle auswählen und regelmäßig wechseln (Rotation), damit die Haut nicht gereizt wird.
- Pen senkrecht (90°) ansetzen (bei sehr wenig Fettgewebe kann ärztlich gezeigt auch ein flacherer Winkel sinnvoll sein).
- Nadel einführen, Knopf vollständig drücken und mindestens 6 Sekunden gedrückt halten, damit die volle Dosis ankommt. (Dieses „6-Sekunden-Prinzip“ findest Du auch in praktischen Anleitungen zur Pen-Anwendung.)
Danach
- Nadel abdrehen, stichfest entsorgen (Sharps-Box).
- Pen wieder verschließen und korrekt lagern.

Nevolat Dosierung vergessen: Nachholen oder auslassen?
Hier gilt eine klare Regel:
- Weniger als 12 Stunden seit Deinem üblichen Zeitpunkt: so bald wie möglich nachholen.
- Mehr als 12 Stunden: auslassen und am nächsten Tag zur normalen Zeit weitermachen.
- Wichtig: Keine Doppel-Dosis, nicht „kompensieren“.
Warum so strikt? Weil „Aufholen“ das Nebenwirkungsrisiko unnötig erhöhen kann, ohne dass Du dadurch einen echten Vorteil hast.
Doppelte Nevolat Dosierung: Was jetzt?
Wenn Du aus Versehen doppelt gespritzt hast: Eine Überdosierung kann Magen-Darm-Beschwerden verstärken und wenn es zu starkem Erbrechen/ Durchfall kommt, auch Flüssigkeit und Elektrolyte belasten. Besser ärztlichen Rat einholen.
Nevolat Dosierung und Nebenwirkungen: Was ist typisch und was hilft?
Die häufigsten Nebenwirkungen treten während der Aufdosierung auf. Das ist logisch: Dein Körper muss sich an Liraglutid gewöhnen. In der Praxis berichten viele vor allem über:
- Übelkeit / Völlegefühl
- Durchfall oder Verstopfung
- manchmal Sodbrennen, Aufstoßen, Appetitveränderungen
Was Du selbst tun kannst:
- Langsam essen, kleinere Portionen
- Fettige und sehr große Mahlzeiten am Anfang vermeiden
- Genug trinken (besonders bei Durchfall)
- Bei starker Übelkeit: leichte Kost, Ingwertee, Ruhe und evtl. vorerst keine Dosissteigerung.
Wann Du ärztlich Rücksprache halten solltest:
- wenn Nebenwirkungen anhaltend stark sind
- wenn Du kaum trinken/ essen kannst
- wenn neue, ungewöhnliche Symptome auftreten.
Dann kann es sinnvoll sein, die Nevolat Dosierung länger zu halten, zu reduzieren oder die Therapie zu überdenken
Fazit: Nevolat Dosierung ist „einfach“
Nevolat macht es bei der Dosierung bewusst unkompliziert: Als Liraglutid-Generikum (wie Saxenda®) folgt es dem bewährten Schema „langsam steigern statt sofort volle Dosis“. Du startest mit 0,6 mg täglich und erhöhst in der Regel wöchentlich um 0,6 mg, bis Du die Erhaltungsdosis von 3,0 mg pro Tag erreichst und sofern Du sie gut verträgst. Genau dieses schrittweise Vorgehen soll vor allem die typischen Magen-Darm-Nebenwirkungen abfedern. Und danach gilt: Sobald Du einige Wochen stabil auf der Erhaltungsdosis bist, lohnt der ehrliche Check, ob Du wirklich einen spürbaren Nutzen hast. Als Orientierung dient häufig die 12-Wochen-Bewertung auf Zieldosis.
Quellen:


